Plenum


Gemeinsam organisieren!

Das Plenum ist das Entscheidungsorgan, das alle Entscheidungen intern trifft, die sich nicht auf die Vereinsarbeit bezieht. Dabei treffen wir uns einmal im Monat, um uns gegenseitig auf den neusten Stand zu bringen, Verantwortlichkeiten zu klären und Themen zu diskutieren und zu entscheiden. Es ist uns dabei ein Anliegen, dass jede Person, die an unserem Projekt teilnimmt, befähigt ist, Entscheidungen mit zu bestimmen. Anders als die Mitgliederversammlungen, die ausschließlich für Vereinsmitglieder sind, ist das Plenum für alle zugänglich, die in den Workshops partizipieren. Innerhalb der Diskussionen wenden wir das Prinzip der Widerstandsabfrage an, was hier erklärt wird.

Wie läuft ein Plenum ab?

Das Plenum ist in drei Phasen eingeteilt: Mitteilungen, Abfragen und Themen. Nach einem kurzen Check-In, um zu wissen, wie es uns geht oder woher wir gerade kommen, geht es darum jeweils eine Person für die Moderation und für die Zeit zu finden. Wir setzen uns dadurch einen Rahmen, sodass das Plenum kurz und knackig gehalten werden kann.

Phasen des Plenums

Mitteilungen

Bei den Mitteilungen bringen wir uns sowohl aus den Häusern als auch individuell auf den neusten Stand, was das Projekt angeht. Hierbei ist die Regel, dass die Mitteilung, also die Information mindestens 50% der Gruppe betreffen muss.

Abfragen

Bei Abfragen klären wir Verantwortlichkeiten und fragen nach Informationen, bei denen es keinen Diskussionsbedarf gibt. Dies soll meistens in Wer-Fragen formuliert werden. Als Beispiel: “Ich koche beim Auftritt! Wer isst alles vegetarisch?”

Themen

Themen ist die letzte und auch größte Phase. Hier werden Themen zur Diskussion gestellt. Die Moderation achtet dabei darauf, dass alle Personen zu Wort kommen und einen gleichen Redeanteil haben. Ein Thema sollte in einer Entscheidungsfrage enden, damit es zu einer Entscheidung kommt. Wir in der Improfabrik benutzen das Prinzip der Widerstandsabfrage.

Was ist die Widerstandsabfrage?

Durch die Widerstandsabfrage können alle ihre Meinung äußern und auch Bedenken. Es ermöglicht uns, Bedenken zu hören und einen Kompromiss zu finden. Nach einer Widerstandsabfrage können die Teilnehmer*innen des Plenums folgende Zeichen zeigen:

Vollständige Zustimmung

Vollständige Zustimmung

Mit dem Daumen nach oben zeigt der*die Teilnehmer*in an, dass sie mit der Formulierung und der dementsprechenden Entscheidung einverstanden ist. Der*Die Teilnehmer*in gibt damit 100% Support des Vorschlags.

Kleine Bedenken aber Konsens

Leichte Bedenken aber Zustimmung

Mit dem Zeigen des Daumen und Zeigefingers signalisiert der*die Teilnehmer*in leichte Bedenken. Diese Bedenken werden geäußert und von den anderen gehört. Es kam durch dieses Zeichen jedoch zur Zustimmung.

Große Bedenken aber Konsens

Schwere Bedenken aber Zustimmung

Mit dem Zeigen des Daumen, des Zeigefingers und des Mittelfingers signalisiert der*die Teilnehmer*in schwere Bedenken. Diese Bedenken werden geäußert und von den anderen gehört. Es kam durch dieses Zeichen jedoch zur Zustimmung.

Widerstand

Veto

Mit dem Zeigen der geballten Faust zeigt der*die Teilnehmer*in an, dass er*sie mit dem Vorschlag nicht einverstanden ist. Die Gruppe hört sich die Bedenken an und versucht gemeinsam und konstruktiv einen Kompromiss zu finden.